Nach einer erfolgreichen Wachstumsphase beginnt für deine Pflanzen die entscheidende Phase: die Blüte.
Jetzt liegt der Fokus auf der Bildung von Blütenständen (Buds), Harzproduktion und Aromaentwicklung – also genau dem, worauf
du monatelang hingearbeitet hast!
Wann beginnt die Blütephase?
- Indoor:
Die Blüte wird durch eine Umstellung des Lichtzyklus eingeleitet: 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit pro Tag (12/12-Zyklus). - Outdoor:
Die Pflanzen reagieren natürlich auf die Verkürzung der Tageslänge ab Spätsommer (August/September).
Tipp:
Halte die Dunkelphase während der Blüte absolut dunkel! Lichtlecks können zu Stress und sogar zur Bildung von Zwitterpflanzen führen.
Typische Anzeichen für den Beginn der Blütephase:
- Bildung von kleinen weißen Härchen (Stigmen) an den Nodien (Blattachsen)
- Pflanzen "strecken" sich noch einmal deutlich (Streckungsphase)
Wichtige Anforderungen in der Blütephase
1. Licht:
Die Beleuchtung sollte auf ein blütefreundliches Spektrum umgestellt werden (mehr Rotanteil, z. B. spezielle Blüte-LEDs oder NDL-Lampen).
2. Temperatur:
Optimal: 20–26 °C tagsüber, 16–20 °C nachts.
Zu hohe Temperaturen (>28 °C) können die Harzproduktion mindern.
3. Luftfeuchtigkeit:
Reduzieren auf 40–50 %, um Schimmelbildung an den dichten Buds zu vermeiden.
In späten Blütewochen idealerweise Richtung 35–40 % senken.
4. Belüftung:
Starke Luftbewegung im Growraum hilft, Pilzkrankheiten vorzubeugen.
Abluftsystem mit Aktivkohlefilter schützt vor starkem Geruch.
5. Gießen:
Gleichmäßig feucht halten, aber niemals die Wurzeln im Wasser stehen lassen.
Gegen Ende der Blütephase die Wassermenge leicht reduzieren.
Düngung in der Blütephase
Jetzt ändern sich die Nährstoffbedürfnisse deiner Pflanzen:
Weniger Stickstoff (N), dafür mehr Phosphor (P) und Kalium (K) für Blütenbildung und Harzentwicklung.
Wichtig:
In den letzten 1–2 Wochen vor der Ernte solltest du auf reines Wasser umstellen (Spülen), damit sich keine Düngerückstände in den Buds anreichern.
Typische Probleme in der Blütephase
- Schimmel/Mehltau:
Häufig durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Belüftung. Frühzeitig kontrollieren! - Nährstoffüberschuss (Überdüngung):
Erkennbar an verbrannten Blattspitzen ("Nutrient Burn"). - Blüteverzögerungen:
Durch Stress, Lichtlecks oder falsche Temperatur/Luftfeuchtigkeit.
