Anzuchterde (Sämlingsphase)

In der Anzuchtsphase (Keimung bis ca. 2–3 Wochen alt) brauchen die jungen Pflanzen vor allem:

  • Leichte Erde ohne starke Düngung
  • Feine Struktur für die empfindlichen Wurzeln
  • Gute Belüftung und Drainage
  • Sanfte Nährstoffversorgung (minimal!)

Warum?
Die Sämlinge haben noch sehr kleine, empfindliche Wurzeln. Zu viele Nährstoffe (besonders Salze aus Düngern) können 

sie schnell "verbrennen" und schädigen. 

Eine lockere, sanfte Erde gibt den Wurzeln genug Sauerstoff und Feuchtigkeit, ohne sie zu überfordern.

 

Tipp:
Viele erfahrene Grower arbeiten mit einem sanften Übergang: 

Erst Anzuchterde, dann Umtopfen in vorgedüngte Erde, sobald die Pflanze 3–4 echte Blattpaare hat.

 

 

 

DIY-Rezept für perfekte Anzuchterde

Wenn du deine Anzuchterde selbst mischst, hast du volle Kontrolle über Qualität und Zusammensetzung. So stellst du sicher, dass deine Sämlinge ideale Startbedingungen bekommen:

 

Zutaten für ca. 10 Liter Anzuchterde:

5 Liter torfreduzierte Bio-Erde oder ungedüngte Anzuchterde

2 Liter Kokosfaser (vorgespült, um überschüssige Salze zu entfernen)

2 Liter Perlite (für Belüftung und Drainage)

1 Liter Wurmhumus (sanfte Nährstoffquelle)

Optional: Eine kleine Handvoll Mykorrhiza-Pilze (fördert die Wurzelbildung)

 

Anleitung:

  • Bio-Erde und Kokosfaser in einer großen Wanne oder auf einer Plane gut vermischen.
  • Perlite hinzufügen und locker unterheben, bis die Mischung schön luftig wirkt.
  • Wurmhumus gleichmäßig einarbeiten – achte darauf, ihn nicht zu konzentriert an einer Stelle zu verteilen.
  • Wenn du magst, kannst du eine kleine Menge Mykorrhiza-Pilze untermischen.
  • Abschließend die Mischung leicht anfeuchten, aber nicht nass machen – die Erde sollte sich wie ein leicht feuchter Schwamm anfühlen.

 

Tipp:
Lasse die Mischung am besten 24 Stunden ruhen, bevor du sie verwendest. So kann sich die Feuchtigkeit gleichmäßig verteilen.

 

 

 

Erde für die Wachstumsphase (Vegetative Phase)

Sobald die Pflanzen kräftiger sind und ein gutes Wurzelsystem entwickelt haben (nach etwa 2–3 Wochen), kannst du sie in eine speziellere Wachstumserde oder kräftigere Grow-Erde umtopfen.

 

Diese Erde sollte bieten:

  • Mehr Nährstoffe (besonders Stickstoff für das Blatt- und Stängelwachstum)
  • Etwas schwerere, nährstoffreiche Struktur
  • Optimale Wasser- und Nährstoffspeicherung
  • Gute Drainage bleibt weiterhin wichtig

Typische Zusammensetzung für Wachstumserde:

  • Stark vorgedüngte Bio-Grow-Erde oder spezielle Cannabis-Growmischungen
  • Höherer Anteil organischer Bestandteile (z. B. Kompost, Wurmhumus)
  • Lockernde Materialien wie Perlite, Blähton oder Kokosfaser für Belüftung

 

 

 

DIY-Rezept: Perfekte Erde für die Wachstumsphase (Vegetative Phase)

In der Wachstumsphase brauchen deine Pflanzen eine nährstoffreiche, gut durchlüftete Erde, die ein kräftiges 

Wurzel- und Blattwachstum unterstützt. 

 

Hier ist eine bewährte Mischung:

Zutaten für ca. 20 Liter Wachstumserde:

  • 10 Liter hochwertige torfreduzierte Pflanzerde oder Bio-Grow-Erde (ohne Langzeitdünger)
  • 4 Liter Kokosfaser (für bessere Wasserspeicherung und Lockerheit)
  • 3 Liter Perlite oder Blähton (für optimale Belüftung und Drainage)
  • 2 Liter Wurmhumus (natürlicher Nährstofflieferant, reich an Mikroorganismen)
  • 1 Liter gut gereifter Kompost oder Komposterde (zusätzliche organische Nährstoffe)

Optional:

  • 2–3 Esslöffel Guano (z. B. Fledermaus-Guano, reich an Stickstoff)
  • Eine Handvoll Gesteinsmehl oder Dolomitkalk (zur Stabilisierung des pH-Werts)

Anleitung:

  • Basiserde und Kokosfaser in einem großen Behälter gut vermengen.
  • Perlite oder Blähton untermischen, um die Struktur luftig zu halten.
  • Wurmhumus und Kompost gleichmäßig einarbeiten.
  • Wer möchte, gibt jetzt noch Guano für extra Stickstoff und Gesteinsmehl für Mineralien hinzu.
  • Alles gut durchmischen und leicht anfeuchten – die Erde soll feucht, aber nicht nass sein.

Eigenschaften dieser Mischung:

  • Reich an organischen Nährstoffen, ideal für kräftiges Wachstum
  • Luftige Struktur, verhindert Staunässe und Wurzelfäule
  • Optimale Wasserspeicherung, aber trotzdem gute Drainage
  • Stabile pH-Werte im idealen Bereich von 6,2–6,5
  • Aktives Bodenleben dank Kompost und Wurmhumus

Tipp:
Lasse die frisch gemischte Erde 2–3 Tage „reifen“, bevor du deine Pflanzen einsetzt. So können sich Mikroorganismen aktivieren und die Nährstoffe besser verfügbar machen.

Die richtige Erde

3. Anzuchterde und Erde für die Wachstumsphase

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